
Hallo allerseits. Endlich komme ich dazu etwas über die Franzosen zu schreiben...
Nein, die Franzosen sind sehr nett. Hätte ich nicht gedacht, als ich am Dienstag über die grüne Grenze geschritten bin. Es schien mehr so, als würde das wie der erste Weg in Frankreich sein: steil hinauf. In France gibt es viel zu sehen, davon bin ich überzeugt... Mir sind aber vorallem drei Dinge aufgefallen: es gibt keine öffentlichen Brunnen, dafür vieleviele Hunde und vorallem noch mehr Käse. Wäre ich jetzt böse, würde ich behaupten: "In Frankreich ist alles Käse!"... :-) Nein wirklich, ein Frankreich ohne Käse ist nicht vorstellbar. Schon am ersten Abend im kleinen Ort Chez Gresat gab es bei den Gastgebern nach dem Abendessen eine Käseplatte zu geniessen. Ich liebe diese in jeder erdenklichen Form gegorene Milch! Vergessen war dann, dass ich am ersten Tag zuerst mal regelrecht geduscht wurde. Als müsste man zuerst eine Art von Hygieneparcours durchlaufen, um in die grosse Nation Einlass zu kriegen. Wie gesagt, der Acceuil Jacquaire an jenem Abend kompensierte den Regentag. Ich wurde super behandelt. Es waren ebenfalls Pilger, die den Weg in Etappen durchlaufen. Sie waren gerade am Planen, und so hatten wir eine sehr nette Unterhaltung.
Nein, die Franzosen sind sehr nett. Hätte ich nicht gedacht, als ich am Dienstag über die grüne Grenze geschritten bin. Es schien mehr so, als würde das wie der erste Weg in Frankreich sein: steil hinauf. In France gibt es viel zu sehen, davon bin ich überzeugt... Mir sind aber vorallem drei Dinge aufgefallen: es gibt keine öffentlichen Brunnen, dafür vieleviele Hunde und vorallem noch mehr Käse. Wäre ich jetzt böse, würde ich behaupten: "In Frankreich ist alles Käse!"... :-) Nein wirklich, ein Frankreich ohne Käse ist nicht vorstellbar. Schon am ersten Abend im kleinen Ort Chez Gresat gab es bei den Gastgebern nach dem Abendessen eine Käseplatte zu geniessen. Ich liebe diese in jeder erdenklichen Form gegorene Milch! Vergessen war dann, dass ich am ersten Tag zuerst mal regelrecht geduscht wurde. Als müsste man zuerst eine Art von Hygieneparcours durchlaufen, um in die grosse Nation Einlass zu kriegen. Wie gesagt, der Acceuil Jacquaire an jenem Abend kompensierte den Regentag. Ich wurde super behandelt. Es waren ebenfalls Pilger, die den Weg in Etappen durchlaufen. Sie waren gerade am Planen, und so hatten wir eine sehr nette Unterhaltung.
Am Tag darauf ging es durch Wald und Wiesen nach Seyssel bzw. nach Côtes Haut. Eine wunderschöne Gegend. Im Vergleich zu Genf ist es hier traumhaft erholsam, selbst wenn man an die 30km pro Tag läuft. Das Departement Haute Savoie ist echt eine Reise wert!
Am dritten Tag bin ich nach Yenne gelaufen. Über 40km sind das. Meist entlang der Rhone und an echt schönen Dörfern vorbei. Chanaz beispielsweise ist traumhaft schön! Naja, für die Franzosen sind das aber keine Dörfer, sondern meist Städte... das habe ich nicht ganz verstanden, zumal eine solche "Stadt" nicht mehr als 3000 Einwohner hat. Vielleicht kann ja Franci ein Kommentar dazu schreiben.
Nach Yenne geht es hoch zum Mont Tournoi oder so. Das war vielleicht anstrengend bei vollem Sonnenschein. Ich als Safariwanderer ausgerüstet, war wie im falschen Film. Es war eine Bergetappe wie an der Tour de France. Am Schluss zählt nur noch der Wille, um die unendlichen Serpentinen zu meistern. Da der Gipfel dabei nicht zu sehen ist, sondern nur zu ahnen, wird das ganze noch schwieriger. Ein echter Glaubensakt in sportlicher Hinsicht! Als ich dann oben war, ging plötzlich alles leichter. Kein Wunder es ging dann auch bergab... :-)
Am dritten Tag bin ich nach Yenne gelaufen. Über 40km sind das. Meist entlang der Rhone und an echt schönen Dörfern vorbei. Chanaz beispielsweise ist traumhaft schön! Naja, für die Franzosen sind das aber keine Dörfer, sondern meist Städte... das habe ich nicht ganz verstanden, zumal eine solche "Stadt" nicht mehr als 3000 Einwohner hat. Vielleicht kann ja Franci ein Kommentar dazu schreiben.
Nach Yenne geht es hoch zum Mont Tournoi oder so. Das war vielleicht anstrengend bei vollem Sonnenschein. Ich als Safariwanderer ausgerüstet, war wie im falschen Film. Es war eine Bergetappe wie an der Tour de France. Am Schluss zählt nur noch der Wille, um die unendlichen Serpentinen zu meistern. Da der Gipfel dabei nicht zu sehen ist, sondern nur zu ahnen, wird das ganze noch schwieriger. Ein echter Glaubensakt in sportlicher Hinsicht! Als ich dann oben war, ging plötzlich alles leichter. Kein Wunder es ging dann auch bergab... :-)
Da wurde ich in einem kleinen Restaurant (um es mal so zu nennen) zum ersten mal übers Ohr gehauen. 13 Euro für einen kleinen Salat und eine Cola. (Ja, wirklich nur eine.) Das ist einfach zu viel. Es war ja schliesslich nicht im Geburtsort der Kondome. :-)
Schliesslich erreiche ich an diesem St Genix sur Guiers am Departementsende. Ich kann mich in einem Camping der Luxusklasse erholen und zahle nur 15Euro. Dafür überzeugt mich der Inhaber, den Abschlussabend mit den Gästen zu verbringen. Magie und Lasagne für nochmlas 15 Euro. Bei uns geschenkt, für einen Pilger aber schon ein gehöriges Geld. Am nächsten Tag geht es Richtung Valencogne bzw Le Pin. Meinem Safarihut hat es so gut im Camping gefallen, dass er gleich da blieb. So etwas Blödes. Lasse nichts und niemanden gerne zurück. Was der arme Safarihut noch alles durchmachen muss, ohne seinen Herrn den ihn beschützt. So komisch es auch klingen mag, es sind echt solche Gedanken, die mich die nächsten 20km beschäftigen. Bis zur Mittagspause in Les Abrets bzw in einem Intermarché am Rande des Ortes. Ich kaufe so ein Sandwich, ein Snikers und 3 Coladosen. Setze mich ein paar Meter von einer Tankstelle entfernt auf den schattigen Boden und sehe zu, wie die Autos mit gelben Schildern getankt werden, während ich selber wiedermal Zucker tanke. Es ist ein heisser Tag und ich bin froh, wieder im Wald ein Stück laufen zu dürfen. Irgendwann setze ich meinen Hintern mitten auf einem Weg. Eine Minipause muss sein. Ich frage mich wem die Fahrräder sind, die vor mir an einem Baum angelehnt sind. Dann kommt plötzlich ein Vater und seine zwei Söhne. Sie waren Pilze sammeln für ein französisches Omelett. Er fragt mich nach meinem Tun und so kommen wir ins Gespräch. Von wo ich komme. Aus Zürich gebe ich zu. Wo das sei, fragt er mich dann. Sie wissen Zürich in der Suisse... Der man schaut mich erstaunt an und fragt, ob ich dann aber nur bis Le Puy ginge oder ganz. Ich erwidere ganz nach Santiago. Erstaunt wünscht er mir eine gute Route und zieht mit seinen Kindern weiter. Zehn Meter weiter kann ich noch hören, wie einer der Söhne fragt, wo denn Santiago liege. "In Spanien mein Kind ganz weit weg. Ich zeige es dir zuhause dann im Atlas." Eine echt schöne Erfahrung, genau an einem Zeitpunkt, als man vielleicht zu zweifeln anfing. Ich komme schliesslich in Le Pin Plage an. Das liegt am Lac de Paladru. Die Aussicht meiner Bleibe ist einfach wowzig und die Gastgeber sind extrem liebenswert. Es sind noch andere Gäste da, Franzosen und eine belgische Familie. Die Belgier sind Flamen. Ganz nette Menschen und eine superpolitische Diskussion, die keine war, denn wir alle haben die gleiche Ansichten über ein gemeinsames Europa. Auf diesen Traum erheben wir unsere Gläser gefüllt mit dem Wein so rot wie das Blut der französischen Erde...
Schliesslich erreiche ich an diesem St Genix sur Guiers am Departementsende. Ich kann mich in einem Camping der Luxusklasse erholen und zahle nur 15Euro. Dafür überzeugt mich der Inhaber, den Abschlussabend mit den Gästen zu verbringen. Magie und Lasagne für nochmlas 15 Euro. Bei uns geschenkt, für einen Pilger aber schon ein gehöriges Geld. Am nächsten Tag geht es Richtung Valencogne bzw Le Pin. Meinem Safarihut hat es so gut im Camping gefallen, dass er gleich da blieb. So etwas Blödes. Lasse nichts und niemanden gerne zurück. Was der arme Safarihut noch alles durchmachen muss, ohne seinen Herrn den ihn beschützt. So komisch es auch klingen mag, es sind echt solche Gedanken, die mich die nächsten 20km beschäftigen. Bis zur Mittagspause in Les Abrets bzw in einem Intermarché am Rande des Ortes. Ich kaufe so ein Sandwich, ein Snikers und 3 Coladosen. Setze mich ein paar Meter von einer Tankstelle entfernt auf den schattigen Boden und sehe zu, wie die Autos mit gelben Schildern getankt werden, während ich selber wiedermal Zucker tanke. Es ist ein heisser Tag und ich bin froh, wieder im Wald ein Stück laufen zu dürfen. Irgendwann setze ich meinen Hintern mitten auf einem Weg. Eine Minipause muss sein. Ich frage mich wem die Fahrräder sind, die vor mir an einem Baum angelehnt sind. Dann kommt plötzlich ein Vater und seine zwei Söhne. Sie waren Pilze sammeln für ein französisches Omelett. Er fragt mich nach meinem Tun und so kommen wir ins Gespräch. Von wo ich komme. Aus Zürich gebe ich zu. Wo das sei, fragt er mich dann. Sie wissen Zürich in der Suisse... Der man schaut mich erstaunt an und fragt, ob ich dann aber nur bis Le Puy ginge oder ganz. Ich erwidere ganz nach Santiago. Erstaunt wünscht er mir eine gute Route und zieht mit seinen Kindern weiter. Zehn Meter weiter kann ich noch hören, wie einer der Söhne fragt, wo denn Santiago liege. "In Spanien mein Kind ganz weit weg. Ich zeige es dir zuhause dann im Atlas." Eine echt schöne Erfahrung, genau an einem Zeitpunkt, als man vielleicht zu zweifeln anfing. Ich komme schliesslich in Le Pin Plage an. Das liegt am Lac de Paladru. Die Aussicht meiner Bleibe ist einfach wowzig und die Gastgeber sind extrem liebenswert. Es sind noch andere Gäste da, Franzosen und eine belgische Familie. Die Belgier sind Flamen. Ganz nette Menschen und eine superpolitische Diskussion, die keine war, denn wir alle haben die gleiche Ansichten über ein gemeinsames Europa. Auf diesen Traum erheben wir unsere Gläser gefüllt mit dem Wein so rot wie das Blut der französischen Erde...
Tag 6 brachte mich nach Côte St. Andre. Geburtsort von Berlioz. Anscheinend ein berühmter Musiker. Dieser Ort gilt als Stadt hat aber kaum mehr Einwohner als Langnau am Albis. Bietet aber seinen Steuerzahlern sicherlich mehr als das Kaff meiner Jugend.
In meinem Leben habe ich noch nie so viele Hunde gesehen, wie hier. Hinter jedem Zaun mindestens ein Hund. Bellen und noch mehr bellen. Wenn die Theorie stimmt, dass die Hunde ihren Haltern ähneln, spricht dies nicht gerade für die Franzosen. Hunden die bellen....
Irgendwie erinnert mich dies an eine Witz, den ich vor Jahren in Petit Rechain im Herzen Valloniens gehört habe. Den mit den "grands ... "... ich erzähle hier nicht weiter, ihr wisst schon warum und schliesslich habe ich mein Witzschild nicht dabei... :-)
Der Rest der Reise (Côte St. André - Le Puy) war echt anstrengend. Die körperlichen Probleme haben zugenommen: Knie und vorallem die linke Fussohle fühlen sich mehr als überlastet an. Ich musste in Le Puy ein Timeout nehmen. Den Weg abbrechen und mich zuerst mal erholen. Zu diesem Entscheid hat sehr stark der Wunsch beigetragen, die Basketball EM mitzuverfolgen. Ein Ereignis, dass ich nicht verpassen wollte. Basketball ist definitiv eine grosse Leidenschaft von mir. Das habe ich sehr stark gespürt. Vielleicht sollte ich etwas damit machen. Sprich Leidenschaft und berufliche Tätigkeit auf eine erdenkliche Art verbinden.
So bin ich jetzt im schrecklisten Kaff der spanischen Küste (Fuengirola) und schaue fern, esse und pflege meine Füsse. Am 18. September geht es weiter nach Figeac, von wo ich hoffentlich wieder etwas bloggen kann.
Liebe Grüsse an all meine Leser

1 Kommentar:
Die Definition einer Stadt ist von Land zu Land unterschiedlich:
In Frankreich: ab 2000 Einwohner
In Spanien / Schweiz ab 10000
In Dänemark : ab 250
In den Verreinigten Staaten : ab 2500,
In Island : 300
In Kanada : ab 1000
In Japan: ab 30000 bis 50000
UNO spricht von 20000 Einwohner
Da jedoch Frankreich Mass der Dinge ist, sollte man schon von 2000 ausgehen ;-)
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