Dienstag, 30. Oktober 2007

Nogaro - Saint-Jean Pied de Port 19. - 25. Oktober 2007

Die letzten Tage in Frankreich. Ich schaffe es also noch vor meinem Geburtstag die Pyrinäen zu überqueren. Dieser Gedanke treibt mich an. Mein Körper mag nicht mehr. Irgendwie sind die Beine total schwer. Komisch denn wir laufen nie mehr als 32km...
Aber es geht uns allen so. Als würden die Pyrinäen, die man am Horizont bereits sehen kann, uns nur schon beim Anblick ermüden.
Wie aber schon die alten Heiligen, so laufen auch diese "Saints" unermüdlich weiter. Jeder sucht sich selber auf dem Weg und keiner hat sich bisher gefunden.
Der Weg schenkt einem nichts. Vorallem nicht mental. Man läuft und singt zusammen und doch ist man allein. Man geht ausseinander und trifft sich wieder. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Und da wir in Frankreich sind, scheint es niemanden zu stören, wenn sich jemand französisch verabschiedet. Ich habe aber gewaltige Mühe damit. Es sind Menschen an mich rangetreten, welche ich nicht verlieren möchte und doch nie wieder sehen werde. Sie alle haben etwas in mir bewegt. Aber der letzte Anschieb um die Kugel des Lebens ins Rollen zu bringen, werde wohl ich übernehmen müssen. Nach wie vor Versuche ich diese Aufgabe anderen zu übertragen. Es wird aber nicht gelingen. Leider! Zudem hat jeder genug auf dem Buckel.
Am Abend des 25. Oktober kommen wir da an, wo die meisten Pilger erst beginnen. Dementsprechend hat es ganz neue Gesichter im Refuge von Saint-Jean Pied de Port. Wir kaufen alle etwas ein und teilen so dies und das.
Ingrid wird hier einen Tag Pause einlegen. Ich gehe aber dennoch weiter. Ob allein oder mit jemanden, dass wird sich noch zeigen. Ganz k.O. bin ich. Aber Navarra ruft und der Ruf ist sehr stark. Stärker und kraftvoller als die 271PS des 2.5L Nissan Navara :-)

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