Samstag, 24. November 2007

Arca do Pino - Santiago: 23. November 2007


Geschafft!

Endlich!


Der letzte Tag war sehr anstrengend. Die Knie waren auf dem Zahnfleisch. Als wuerde jemand testen wollen, ob ich wirklich bis zum Schluss durchhalten wuerde bzw. wollte.
Ich wollte und so bin ich gegen 14Uhr des 23. Novembers 2007 vor der Kathedrale auf dem Obradoiro gestanden. Ein Gluecksgefuehl umhuellte mich. Zuerst ein paar Fotos, um den Moment festzuhalten. Soweil kam ein Mann der Vereinigung der Freunde des galizischen Weges auf mich zu und wollte von meinen Eindruecken wissen. Ich erzaehlte ihm und er begleitete mich ins Pilgerbuero um die Compostela abzuholen. Die Compostela ist eine Urkunde auf Latein, welche bestaetigt, dass man den Weg gemacht hat. In einem heiligen Jahr (Xacobeo) erloest sie von den begangenen Suenden. Leider haben wir nicht so ein Jahr. Und so bleibe ich ein mueder, aber dennoch ein Suender. Tja, man kann nicht alles haben. Jedenfalls war ich auf dem Weg zum Pilgerbuero, als ich ploetzlich meinen Namen hoerte: Pabloooo!
Es war Luca. Wir umarmten uns so sehr, dass der Mann neben mir ploetzlich ein mulmiges Gefuehl bekommen haben muss. So ein wertvoller Moment. Luca ist zwar 9 Jahre juenger, fuer mich ist er aber fast schon wie ein Bruder geworden. Zu dritt bestritten wir dann den Weg ins besagte Buero. Da erhielt ich meine Urkunde und wollte zuerst gleich mal versichert wissen, ob meines Mutters Namen auch auf dem Pergamentrolle stehen wuerde. Dies ist der Fall und so steht da jetzt, dass Ioanem Paulum Lopez de Leon Latorre den Weg von Sancti Jacobi im Jahre 2007 am 23. November beendet hat.
Wir gingen zurueck zum Platz und fragten uns beide, wo wohl Ingrid geblieben ist.
"Sie ist ein oder zwei Tage zurueck." -
"Kann nicht sein", sagte ich zu Luca.
"Die war in letzter Zeit immer schneller als ich." -
"Stimmt", sagte Luca,
"kann nicht sein, denn da vorne ist sie soeben eingetroffen."
Wir winkten wie verrueckt und Sekunden spaeter hielten wir uns zu dritt in den Armen. Es wahr ein spezieller Moment. Abends drueckte es Ingrig genau richtig aus:
"Als ich den Platz betrat und die Kathedrale sah, fuehlte ich nichts. Als ich aber euch in den Armen hatte, war dies das schoenste Gefuehl auf dem Weg. Ihr wart meine Kathedrale!"
Besser haette ich es auch nicht ausdruecken koennen. Denn das ist der eigentliche Weg:
Die Begegnung mit sich selbst und mit seinen Mitmenschen.
In diesem Sinne beende ich diesen Blog. Ich hoffe, ihr hattet Spass meinen Weg mitzuverfolgen. Wer weiss, vielleicht darf ich den einen oder anderen von euch bald beraten, wie man diesen am besten angeht.

Euer Pablo

Spezieller Dank geht an:

François: Ohne dich waere ich nie soweit gekommen. Du bist ein Meister des Wanderns. Deine Tipps waren einfach Gold wert!

Fabio: Ohne deine Anrufe und Ermutigungen haette ich so manchmal das Handtuch geschmissen.

Jan Mueller: Dein Eintrag hier in diesem Blog hat mich sehr beruehrt.

Franco: Ich weiss, dass du immer wieder reingeschaut und dich fuer mich gefreut hat.

Brigitte: Dein Support auch in medizinischen Belangen war eine grosse Hilfe.

Valérie: Du hast mich ermutigt, diesen Weg zu begehen.

Sakis und Kronos: Weil ihr verstanden habt, dass ich diesen Weg zu Ende gehen musste, bevor ich wieder komplett freien Kopf fuer meine Leidenschaft haben konnte. I LOVE THIS GAME!

Meine Eltern: Weil sie fuer einmal voll hinter eine meiner Entscheidungen standen und sich wie Kinder ueber jede Postkarte gefreut haben.

An alle die diesen Blog regelmaessig gelesen haben.... DANKE!

Donnerstag, 22. November 2007

Rabanal del Camino - Arca do Pino: 16. - 22. November 2007



Ab Rabanal de Camino geht es hoch in die Berge von Leon. Eine traumhaft schoene Gegend. Hier scheint die Zeit stehen zu bleiben und die Berge koennen mit einem kommunizieren. Wie alles im Leben, gilt es einfach richtig zu zuhoeren. Das ist etwas, was ich auf diesem meinem Weg nach Santiago gelernt habe. Vielleicht, weil ich hier so frei von jedem Stress und Idee bin. Ich geniesse die Situation und glaube einiges gelernt zu haben.

Nach einer Stunde erreicht man das Dach des spanischen Wegs: La Cruz de Ferro.
Hier steht ein Eisenkreuz auf der Spitze eines sehr langen Masts. Unterhalb einen Berg von Steinen. All jene die Pilger von allen Herrenlaender mitgebracht haben, um sie hier mit einem Wunsch niederzulegen. Auch ich habe mein Stein aus dem Sihltal hier abgelegt. Mein Wunsch wird sicher erfuellt. Bescheiden wie er ist.
Ingrid ist schon vorher hier eingetroffen und macht schon fleissig Fotos. Bei mir reichen zwei. Und dann... Plumps Ingrids Fotoapparat faellt vom Winde verweht von einem kleinen Zaun und ist natuerlich futsch. Sie hat aber auch wirklich kein Glueck. Ich troeste sie so gut wie es halt geht. Sie ist furchtbar enttaeuscht. Hat sie doch vor einer Woche schon die ganzen Fotos von Oesterreich und Schweiz verloren. Chip war ploetzlich leer.

Der Abstieg ist sehr anstrengend. Fragt mal meine Knie. Mit der Unterhaltung geht es aber besser. Der Tag ist sonnig und hilft auch sehr. Eine kleine Pause nach Molinaseca und ab nach Ponferrada. Eine grosse Stadt. Naja, zumindest fuer diese Gegend. Ich treffe im Albergue ein. Da die Ueberraschung. Albergue Niklaus von Fluee!
Die Geschicht habe ich nicht so verstanden. War mehr beschaeftigt mich aufzuregen, warum noch keine Heizung da ist. Es ist schrecklich kalt. Ich suche eine Pension oder Hostal. Unter 40Euro nichts zu holen. Und irgendwie ist mir das an diesem Tag zu teuer. Ich bleibe also im Albergue. Die Heizung wird noch angemacht und so habe ich auch eine geruhsame Nacht.

Noch ein Tag. Faengt an wie jeder andere, einfach ein bisschen mueder. Ingrids Tempo zu halten, wird langsam zur "task". Das Wetter ist schoen, so dass ich versoehnlich gestimmt bin. Mit Ingrid ist es halt auch sonst nicht leicht. Je laenger merkt man, dass sie erst 20 ist. Vielleicht weil sie sich nicht mehr so Muehe gibt, sicherlich aber weil wir beide Muede sind.
Heutiges Etappenziel Villafranca del Bierzo erreichen wir so gegen 16Uhr. Ich nehme mir ein Hostal. Die einzig richtige Entscheidung, wie sich spaeter herausstellte. Es war naemlich im Albergue bis -7Grad und das ohne Heizung. Manchmal frage ich mich schon, was pasieren muss, bis so ein Refugio geschlossen wird. Frisch komme ich am naechsten Morgen aus der Tuer. Naja, frisch nicht, denn meine Knie sind dem Ende nah. Etwas ist bestimmt kaputt. Ich hoffe, es ist nicht das Kreuzband. Den irgendwie fuehlt es sich so an. Auch der Meniskus, denn ich vor Jahren schon operieren musste, scheint nicht mehr intakt zu sein. Die Sonne - meine zweite Energiequelle nach dem Cola - hilft mir ueber die Ebene und auf den Berg nach Galizien. O Cebreiro und damit die letzte Region Spaniens ist nach 30km erreicht. Hier ist Ingrid schon seit 2 Stunden angekommen. Irgendwie freue ich mich darueber. Irgendwie aber auch nicht. Die schoensten Momente sind jetzt jene, wo ich alleine laufen kann und neue Leute treffe.
Eine schoene, nette Blonde aus dem Teutonenland kommt abends an. Es bleibt aber bei einer netten Unterhaltung von 2 Minuten. Sie ist mit einem anderen Typen unterwegs und ein laengeres blabla scheint mir unangebracht.

Nun bin ich also in Galizien. Die Leute sind wirklich so, wie sie mir mein Vater beschrieben hatte: verschlossen angrenzend an sehr unfreundlich
Die Landschaft ist aber einmalig. So stellt man sich eigentlich das tiefe Irland vor, nicht aber Spanien!!! Es scheint, als koennte jeden Moment ein alter keltischer Krieger im Wald zwischen dem Dunst und dem Nebel auf dich zukommen. Echt mystisch! Kein Wunder gibt es hier dieses Sprichwort: Las Meigas no existen, pero haberlas ailas!
Auf deutsch: Die Hexen existieren nicht, aber geben tut es sie!
Galizien ist auch die Heimat des galizischen Wetters. Aehm, so etwas wie in Irland denke ich. Regen oder Nebel, dann wieder Sonne fuer 1 Stunde und 23 Minuten. Dann 3 Minuten Sturm. etc. So verbringe ich die naechsten 3 Tage in schwarz. Sprich ohne die Moeglichkeit meine Regenjacke auszuziehen.
Die Herbergen sind hier von der Xunta gesponsert. Heisst, sie sind gratis. Jedoch sind die Dienstleistungen dem Preis entsprechend. Abgesehen von Sarria bin ich also wieder unter den Hape Kerkeling-Pilgern und goenne mir etwas Besseres. Meinen Knien zu liebe. Ich hasse die Kaelte und bei kranken Knien ist das besonders schlimm.

Nun bin ich in Arca do Pino. Knapp 20km vor Santiago. Morgen ist es also soweit. Bis nach Finisterre werde ich nicht gehen. Das ist auch unsinnig bei den Beschwerden und der Kaelte. Werde diese Zugabe beim naechsten Jakobsweg ueber die Nordkueste nachholen.

Bin am 29. November 2007 abends zu hause. Flug IB3476 Ankunft in Zurich um 22:05.
Vielleicht ueberrascht mich ja jemand von euch dann. Wuerde mich natuerlich riesig freuen.

Liebe Gruesse aus der vorletzten Etappe


Dienstag, 20. November 2007

Burgos - Rabanal del Camino: 9. - 15. November 2007




Burgos liegt schon hinter mir. Kastilien und seine Meseta wartet auf den mueden Pilger. Ich bin zum Glueck nicht so muede. Der Ruhetag hat Wunder gewirkt. Meine Gelenke fuehlen sich ebenfalls besser an und so rase ich die Meseta in Richtung Leon. In dieser Ebene ist man so schnell, dass man selber jeweils nicht glauben kann, wieviele Kilometer man soeben zurueckgelegt hat. So komme ich an eine Ortschaft, die ich erst eine halbe Stunde spaeter zu erblicken hoffte. Die ersten 10km sind also geschafft. Pause mit bocadillo. Schliesslich sind wir hier in Spanien. Es soll aber ein Chorizo bocadillo sein. Die Tortilla de patata wird aber mit der Zeit zur Speise der Pilger rund um mich. Nahrhaft, lecker und vegetarisch!
Kurz nach Mittag bin ich schon 20km gelaufen und habe Hornillos erreicht. Nochmal ein bocadillo mit Tankfuellung und dann nichts wie weiter. So habe ich am Ende des Tages 40km zurueckgelegt und bin dann doch sehr muede. Die Knie schmerzen wieder. Ich haette es wissen sollen. In der Ruhe liegt ja die Kraft. Aber manche Leute brauchen halt Schmerzen, um zu lernen! Tja!
Hier esse ich mit Daniel zu Abend. Einem ehemaligen PC Supporter aus den deutschen Landen. Ein komischer Zeitgenosse ist er, aber verdammt schnell und total unkompliziert. Das muss ich noch lernen. An diesem Abend rege ich mich ueber Zustand der Kueche und Schlafraum auf. Wie schnell man doch vergisst, wie froh man noch ueber so eine Bleibe fuer 6 Euro in der Schweiz gewesen waere. Der Mensch gewoehnt sich eben an alles. Und an das Gute vielleicht ein bisschen zu schnell. Am naechsten Tag bin ich aber ziemlich k.o. Halb krank, da es in der Nacht eiskalt geworden war. Mein Schlafsack hat eine Komfortzone von 8-12 Grad Celsius. Die Nacht war aber unter Null und Heizungen gab es keine. So habe ich also mit Pulli und Kappe geschlafen. Dennoch es war kalt. BRRRR!
Etwas mehr als 20km schaffe ich dann doch noch. Fromista heisst der kleine Ort. Ich besorge mir gleich mal etwas gegen Erkaeltung in der Apotheke. Es wird meine erste Erfahrung mit der Homoepathie. Und eine gute! Geschlafen wird in einem 2-Stern Hotel, um die vergangene Erfahrung zu kompensieren und meinem Koerper etwas Gutes zu tun.
Am naechsten Tag geht es bis nach Carrion de los Condes. Ein kleine Stadt. Die Leute sind recht seltsam. Ja richtig verschlossen und karg an Worten. Wie sich Land und Leute hier doch aehneln. Ab jetzt kommt die wirkliche Meseta. Weit und breit nur Felder. Vereinzelt ein paar Baeume. Alles schnurstraks. Die naechsten 17km keine groesserer Huegel und einfach nichts. Alle Pilger, die um diese Jahreszeit auf der selben Etappe sind, kann man von weitem zaehlen. Wie eine Perlenschnur sieht es aus. Ich kann zwar mit den Knien kaum weiter, da diese immer wieder stechen. Dennoch, eine Koreanerin vor mir? Der Typ mit 70 vor mir? Ero der Anwalt aus Las Palmas auch noch vor mir? Alle haben sie mich ueberholt. Nein! Das geht so nicht! Mein Stolz laesst dies nicht zu und so hole ich einen nach dem anderen wieder ein. Wo ein Wille ist, da sind auch zwei tapfere Knie... Ich komme als erster in Calzadilla de la Cueza an. Stolz hole ich mir den Stempel und feiere mit einem bocadillo de tortilla. Herrlich! I'm the champion!
Am Abend komme ich in Sahagun an. 40km habe ich zurueckgelegt. tata! Es geht also doch noch. Am naechsten Tag geht es nach Mansilla de las Mulas. Wieder 36km. In Reliegos wollte ich eigentlich bleiben. Da kam aber nach langem Warten kein Hospitalero. Es war auch keine Heizung da. Sogar ein Brite war zitternd in seinem Schlafsack. Und das um 17Uhr. Nein, die naechsten 6km mussten also noch geschafft werden. Und so war es dann auch.
Am Abend dann der erste Schock. Ich kriege in meiner linken Hand einen Krampf. Der Daumen klappt nach innen und laesst sich nicht mehr bewegen. Laehmung! Der Schreck dauert so gegen 3 Minuten. Ich hoffe, dies wiederholt sich nicht wieder, schliesslich will ich noch ein paar Jahre meinen Koerper nutzen.

Leon warten am naechsten Tag. Eine Stadt zum Abwinken. Nur die Kathedrale und ein paar Shops sind sehenswert, sonst der reinste Alptraum. Bin froh, als ich fuer 20 Euro ein paar Km weiter ein Hostal finde.
Am naechsten Tag geht es nach Hospital de Orbigo. Ein kleines Dorf, das hauptsaechlich von den Pilgern lebt. Es soll hier aber mal ein beruehmter Ritter gelebt haben. Don Quinones oder so. Vielleicht kann mich ja jemand von euch dann zu hause briefen.
Ich geniesse mein Zimmer und die Tiersendungen ueber die Antarktis im Fernsehen. So ist einem gleich waermer.... :-)



Naechster Tag: Es geht rauf nach Rabanal del Camino. Die Knie zwicken im Takt. Der Wille ist aber staerker. Ich treffe spaet aber dennoch ein. Da sitzt auch Ingrid. Hoeh.... wo ist die haengen geblieben. Krank waren sie und Luca geworden. Beide in etwa bei Leon. Kein Wunder, denke ich und so schliessen wir den Abend mit den Erzaehlungen des Weges, wie ein jeder andere Abend auch.

Estella - Burgos: 31. Oktober - 7. November 2007

Nach Estella geht es erst mal den Berg hoch. Ich laufe mit Michael aus Oesterreich. Ein Mittevierzigmann. Nach knapp einem Kilometer kommen wir am Weinbrunnen von Irache an. Das ist kein Witz. Tatsaechlich ein Brunnen der Wein gratis zum trinken spendet. Wir nehmen nur einen Schluck auf das Gelingen unseres Wegs. Wir reden ueber dies und das. Ueber Konspirationstheorien, Beziehungen usw. Michael bringt mir die Theorie der Spiegelgesetze naeher. Ich erzaehle ihm die Theorie der ganzen und halben Orangen. Beider waren wir von der Geschichte des anderen fasziniert. Dann kamen wir an Kim vorbei, die da sass und in jeder Hand die Haelfte einer Orange hielt. Wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen und waren beide sicher, dass dies ein Zeichen gewesen ist. An diesem Tag lief ich nach Viana ueber 36km. Ich habe Juanpi wiedergefunden und war uebergluecklich. Langsam verliere ich ihn wieder, aber er ist mir immer naeher. Am naechsten Tag kommen wir dann nach Logroño rein. Endlich. Ich knie auf die Erde meiner Mutter nieder und fange einfach an zu heulen. Es kam einfach so ueber mich. Endlich, endlich fuehlte ich mich zu hause. Abends dann die Calle Laurel. Auch bekannt als die Senda de los Elefantes. Die Tradition will, dass man hier von Bar zu Bar geht und ein Tinto mit Tapa zu sich nimmt. Die Strasse ist aber so besetzt mit Bars, dass man am Ende unweigerlich besoffen ist. Die Leute sehen dann angeblich Elefanten!!! Mir ist das natuerlich noch nie geschehen. Die Tage danach sind farbenfroh. Weinfeldern und noch mehr Weinfeldern in den Farben des Herbsts. Wunderschoen! Dann Burgos. Hier werde ich einen Tag ausruhen. Luca, Ingrid und Miguel werden weiterziehen. Ich moechte mir aber die Stadt unseres Nationalhelden "El Cid" genauer ansehen.
Zum Abschied trinken wir im Hotel Jacobeo alle zusammen noch 3 Flaschen Wein bzw. Calimocho (Wein mit Cola). Real Madrid spielt 0-0 in Athen...

Freitag, 16. November 2007

Puente la Reina - Estella: 30. Oktober 2007

Heute hatte ich Geburtstag. Ich bekam gleich morgens ein Happy birthday von 20 Pilgern gesungen. War echt klasse. Abends wurde ich dann noch bekocht. Es war echt schoen. Und zum ersten mal habe ich eine Rede gehalten. Der Anlass war es wert!
In Estella finde ich es nicht so lustig. Ich mag mich noch erinnern, dass vor einigen Jahren hier die Partei der Terroristen die Mehrheit in den Kommunalwahlen erlangt hatte. Echt grausige Vorstellung!!!
Morgen geht es weiter. Die echte Heimat ruft... !

Roncesvalles - Puente la Reina 26. Oktober - 29. Oktober 2007

Es ist eine wunderschoene Gegend hier. Aber das ahnte ich schon. Deshalb schreibt man auch Navarra mit zwei "r", damit man es hart und stolz aussprechen kann/darf. Die Landschaft ist noch gebirgig aber langsam sieht man die schoene rote Erde. Die gleiche Erde, die ich von meiner Mutter Heimat kenne: La Rioja. Ich kann es kaum erwarten dahin zu kommen. Das geht aber noch einen Moment. Bis dann darf ich mich an den Spargelnfelder erfreuen und Ingrid immer wieder erzaehlen, wie gut die doch sind und das die in der Rioja noch besser sind. Ich glaube sie kann es schon auswendig bzw. nicht mehr hoeren.

Hier in Spanien laufen wir noch parallel mit anderen Pilgern. Vincent ist noch dabei auch Claude. Neu dazu gekommen sind Luca ein herzensguter Italiener. Der sieht auch super aus... waere was fuer Brigitte!!!
Dann noch zwei nette Maedels (auch nur 20) aus Quebec! Hier muss man doppelt vorsichtig sein. Erstens darf man nicht den Fehler machen und sie mit "normalen" Kanadier verwechseln, zweitens muss man immer total angestrengt hinhoeren, denn sonst versteht man nichts. Franzoesisch ist eben nicht gleich franzoesisch... ;-))
Kim ist eine nette Person. Sehr musikalisch und fuer jeden Bloedsinn zu haben. Ihr verdanken wir die neuste Erkenntnis wie man testen kann, ob man betrunken ist oder nicht... (I can still feel my teeth)
Alegsandra ist wie die "Laila - Koenigin der Nacht" aus dem Lied der EAV. Wenn sie dich mit ihren blauen Augen anschaut waehrend du sprichst, bist du schon verzaubert. Ein paar von uns Maennern hat es da erwischt...
In Pamplona hatten wir alle zusammen einen riesen Spass. Der Wein hilft hier ein ganz schoenes Stueck mit. Kim hat in einer Bar dann Flamenco getanzt (kann man schon bald in Youtube sehen) und ich habe wie ein Huhn rumgegakert. Selbst fuer die Partyfesten Pamplonicas waren wir ein Amusement!
In Puente La Reina gab es dann noch mehr Wein. So dass wir alle am singen und Jodeln waren. Ich durfte nicht nur Uebersetzer spielen, sondern gleich auch noch in fast allen Sprachen singen. Da ich schon etwas ueber dem Limit war, hat sich das sicherlich fuer viele wie Chinesisch angehoert. Naja, die koennen auch den Unterschied nicht wirklich erkennen zwischen einem gut und einem schlecht gesungenen "Burebuebli". Mani Matter war auch von der Party zusammen mit Toto Cotugno. Most wanted hit war aber "the lion sleeps tonight". Arimbawe, arimbawe...