Nach Estella geht es erst mal den Berg hoch. Ich laufe mit Michael aus Oesterreich. Ein Mittevierzigmann. Nach knapp einem Kilometer kommen wir am Weinbrunnen von Irache an. Das ist kein Witz. Tatsaechlich ein Brunnen der Wein gratis zum trinken spendet. Wir nehmen nur einen Schluck auf das Gelingen unseres Wegs. Wir reden ueber dies und das. Ueber Konspirationstheorien, Beziehungen usw. Michael bringt mir die Theorie der Spiegelgesetze naeher. Ich erzaehle ihm die Theorie der ganzen und halben Orangen. Beider waren wir von der Geschichte des anderen fasziniert. Dann kamen wir an Kim vorbei, die da sass und in jeder Hand die Haelfte einer Orange hielt. Wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen und waren beide sicher, dass dies ein Zeichen gewesen ist. An diesem Tag lief ich nach Viana ueber 36km. Ich habe Juanpi wiedergefunden und war uebergluecklich. Langsam verliere ich ihn wieder, aber er ist mir immer naeher. Am naechsten Tag kommen wir dann nach Logroño rein. Endlich. Ich knie auf die Erde meiner Mutter nieder und fange einfach an zu heulen. Es kam einfach so ueber mich. Endlich, endlich fuehlte ich mich zu hause. Abends dann die Calle Laurel. Auch bekannt als die Senda de los Elefantes. Die Tradition will, dass man hier von Bar zu Bar geht und ein Tinto mit Tapa zu sich nimmt. Die Strasse ist aber so besetzt mit Bars, dass man am Ende unweigerlich besoffen ist. Die Leute sehen dann angeblich Elefanten!!! Mir ist das natuerlich noch nie geschehen. Die Tage danach sind farbenfroh. Weinfeldern und noch mehr Weinfeldern in den Farben des Herbsts. Wunderschoen! Dann Burgos. Hier werde ich einen Tag ausruhen. Luca, Ingrid und Miguel werden weiterziehen. Ich moechte mir aber die Stadt unseres Nationalhelden "El Cid" genauer ansehen.
Zum Abschied trinken wir im Hotel Jacobeo alle zusammen noch 3 Flaschen Wein bzw. Calimocho (Wein mit Cola). Real Madrid spielt 0-0 in Athen...
Dienstag, 20. November 2007
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