
Burgos liegt schon hinter mir. Kastilien und seine Meseta wartet auf den mueden Pilger. Ich bin zum Glueck nicht so muede. Der Ruhetag hat Wunder gewirkt. Meine Gelenke fuehlen sich ebenfalls besser an und so rase ich die Meseta in Richtung Leon. In dieser Ebene ist man so schnell, dass man selber jeweils nicht glauben kann, wieviele Kilometer man soeben zurueckgelegt hat. So komme ich an eine Ortschaft, die ich erst eine halbe Stunde spaeter zu erblicken hoffte. Die ersten 10km sind also geschafft. Pause mit bocadillo. Schliesslich sind wir hier in Spanien. Es soll aber ein Chorizo bocadillo sein. Die Tortilla de patata wird aber mit der Zeit zur Speise der Pilger rund um mich. Nahrhaft, lecker und vegetarisch!
Kurz nach Mittag bin ich schon 20km gelaufen und habe Hornillos erreicht. Nochmal ein bocadillo mit Tankfuellung und dann nichts wie weiter. So habe ich am Ende des Tages 40km zurueckgelegt und bin dann doch sehr muede. Die Knie schmerzen wieder. Ich haette es wissen sollen. In der Ruhe liegt ja die Kraft. Aber manche Leute brauchen halt Schmerzen, um zu lernen! Tja!
Hier esse ich mit Daniel zu Abend. Einem ehemaligen PC Supporter aus den deutschen Landen. Ein komischer Zeitgenosse ist er, aber verdammt schnell und total unkompliziert. Das muss ich noch lernen. An diesem Abend rege ich mich ueber Zustand der Kueche und Schlafraum auf. Wie schnell man doch vergisst, wie froh man noch ueber so eine Bleibe fuer 6 Euro in der Schweiz gewesen waere. Der Mensch gewoehnt sich eben an alles. Und an das Gute vielleicht ein bisschen zu schnell. Am naechsten Tag bin ich aber ziemlich k.o. Halb krank, da es in der Nacht eiskalt geworden war. Mein Schlafsack hat eine Komfortzone von 8-12 Grad Celsius. Die Nacht war aber unter Null und Heizungen gab es keine. So habe ich also mit Pulli und Kappe geschlafen. Dennoch es war kalt. BRRRR!
Etwas mehr als 20km schaffe ich dann doch noch. Fromista heisst der kleine Ort. Ich besorge mir gleich mal etwas gegen Erkaeltung in der Apotheke. Es wird meine erste Erfahrung mit der Homoepathie. Und eine gute! Geschlafen wird in einem 2-Stern Hotel, um die vergangene Erfahrung zu kompensieren und meinem Koerper etwas Gutes zu tun.
Am naechsten Tag geht es bis nach Carrion de los Condes. Ein kleine Stadt. Die Leute sind recht seltsam. Ja richtig verschlossen und karg an Worten. Wie sich Land und Leute hier doch aehneln. Ab jetzt kommt die wirkliche Meseta. Weit und breit nur Felder. Vereinzelt ein paar Baeume. Alles schnurstraks. Die naechsten 17km keine groesserer Huegel und einfach nichts. Alle Pilger, die um diese Jahreszeit auf der selben Etappe sind, kann man von weitem zaehlen. Wie eine Perlenschnur sieht es aus. Ich kann zwar mit den Knien kaum weiter, da diese immer wieder stechen. Dennoch, eine Koreanerin vor mir? Der Typ mit 70 vor mir? Ero der Anwalt aus Las Palmas auch noch vor mir? Alle haben sie mich ueberholt. Nein! Das geht so nicht! Mein Stolz laesst dies nicht zu und so hole ich einen nach dem anderen wieder ein. Wo ein Wille ist, da sind auch zwei tapfere Knie... Ich komme als erster in Calzadilla de la Cueza an. Stolz hole ich mir den Stempel und feiere mit einem bocadillo de tortilla. Herrlich! I'm the champion!
Am Abend komme ich in Sahagun an. 40km habe ich zurueckgelegt. tata! Es geht also doch noch. Am naechsten Tag geht es nach Mansilla de las Mulas. Wieder 36km. In Reliegos wollte ich eigentlich bleiben. Da kam aber nach langem Warten kein Hospitalero. Es war auch keine Heizung da. Sogar ein Brite war zitternd in seinem Schlafsack. Und das um 17Uhr. Nein, die naechsten 6km mussten also noch geschafft werden. Und so war es dann auch.
Am Abend dann der erste Schock. Ich kriege in meiner linken Hand einen Krampf. Der Daumen klappt nach innen und laesst sich nicht mehr bewegen. Laehmung! Der Schreck dauert so gegen 3 Minuten. Ich hoffe, dies wiederholt sich nicht wieder, schliesslich will ich noch ein paar Jahre meinen Koerper nutzen.
Leon warten am naechsten Tag. Eine Stadt zum Abwinken. Nur die Kathedrale und ein paar Shops sind sehenswert, sonst der reinste Alptraum. Bin froh, als ich fuer 20 Euro ein paar Km weiter ein Hostal finde.
Am naechsten Tag geht es nach Hospital de Orbigo. Ein kleines Dorf, das hauptsaechlich von den Pilgern lebt. Es soll hier aber mal ein beruehmter Ritter gelebt haben. Don Quinones oder so. Vielleicht kann mich ja jemand von euch dann zu hause briefen.
Ich geniesse mein Zimmer und die Tiersendungen ueber die Antarktis im Fernsehen. So ist einem gleich waermer.... :-)
Kurz nach Mittag bin ich schon 20km gelaufen und habe Hornillos erreicht. Nochmal ein bocadillo mit Tankfuellung und dann nichts wie weiter. So habe ich am Ende des Tages 40km zurueckgelegt und bin dann doch sehr muede. Die Knie schmerzen wieder. Ich haette es wissen sollen. In der Ruhe liegt ja die Kraft. Aber manche Leute brauchen halt Schmerzen, um zu lernen! Tja!
Hier esse ich mit Daniel zu Abend. Einem ehemaligen PC Supporter aus den deutschen Landen. Ein komischer Zeitgenosse ist er, aber verdammt schnell und total unkompliziert. Das muss ich noch lernen. An diesem Abend rege ich mich ueber Zustand der Kueche und Schlafraum auf. Wie schnell man doch vergisst, wie froh man noch ueber so eine Bleibe fuer 6 Euro in der Schweiz gewesen waere. Der Mensch gewoehnt sich eben an alles. Und an das Gute vielleicht ein bisschen zu schnell. Am naechsten Tag bin ich aber ziemlich k.o. Halb krank, da es in der Nacht eiskalt geworden war. Mein Schlafsack hat eine Komfortzone von 8-12 Grad Celsius. Die Nacht war aber unter Null und Heizungen gab es keine. So habe ich also mit Pulli und Kappe geschlafen. Dennoch es war kalt. BRRRR!
Etwas mehr als 20km schaffe ich dann doch noch. Fromista heisst der kleine Ort. Ich besorge mir gleich mal etwas gegen Erkaeltung in der Apotheke. Es wird meine erste Erfahrung mit der Homoepathie. Und eine gute! Geschlafen wird in einem 2-Stern Hotel, um die vergangene Erfahrung zu kompensieren und meinem Koerper etwas Gutes zu tun.
Am naechsten Tag geht es bis nach Carrion de los Condes. Ein kleine Stadt. Die Leute sind recht seltsam. Ja richtig verschlossen und karg an Worten. Wie sich Land und Leute hier doch aehneln. Ab jetzt kommt die wirkliche Meseta. Weit und breit nur Felder. Vereinzelt ein paar Baeume. Alles schnurstraks. Die naechsten 17km keine groesserer Huegel und einfach nichts. Alle Pilger, die um diese Jahreszeit auf der selben Etappe sind, kann man von weitem zaehlen. Wie eine Perlenschnur sieht es aus. Ich kann zwar mit den Knien kaum weiter, da diese immer wieder stechen. Dennoch, eine Koreanerin vor mir? Der Typ mit 70 vor mir? Ero der Anwalt aus Las Palmas auch noch vor mir? Alle haben sie mich ueberholt. Nein! Das geht so nicht! Mein Stolz laesst dies nicht zu und so hole ich einen nach dem anderen wieder ein. Wo ein Wille ist, da sind auch zwei tapfere Knie... Ich komme als erster in Calzadilla de la Cueza an. Stolz hole ich mir den Stempel und feiere mit einem bocadillo de tortilla. Herrlich! I'm the champion!
Am Abend komme ich in Sahagun an. 40km habe ich zurueckgelegt. tata! Es geht also doch noch. Am naechsten Tag geht es nach Mansilla de las Mulas. Wieder 36km. In Reliegos wollte ich eigentlich bleiben. Da kam aber nach langem Warten kein Hospitalero. Es war auch keine Heizung da. Sogar ein Brite war zitternd in seinem Schlafsack. Und das um 17Uhr. Nein, die naechsten 6km mussten also noch geschafft werden. Und so war es dann auch.
Am Abend dann der erste Schock. Ich kriege in meiner linken Hand einen Krampf. Der Daumen klappt nach innen und laesst sich nicht mehr bewegen. Laehmung! Der Schreck dauert so gegen 3 Minuten. Ich hoffe, dies wiederholt sich nicht wieder, schliesslich will ich noch ein paar Jahre meinen Koerper nutzen.
Leon warten am naechsten Tag. Eine Stadt zum Abwinken. Nur die Kathedrale und ein paar Shops sind sehenswert, sonst der reinste Alptraum. Bin froh, als ich fuer 20 Euro ein paar Km weiter ein Hostal finde.
Am naechsten Tag geht es nach Hospital de Orbigo. Ein kleines Dorf, das hauptsaechlich von den Pilgern lebt. Es soll hier aber mal ein beruehmter Ritter gelebt haben. Don Quinones oder so. Vielleicht kann mich ja jemand von euch dann zu hause briefen.
Ich geniesse mein Zimmer und die Tiersendungen ueber die Antarktis im Fernsehen. So ist einem gleich waermer.... :-)

Naechster Tag: Es geht rauf nach Rabanal del Camino. Die Knie zwicken im Takt. Der Wille ist aber staerker. Ich treffe spaet aber dennoch ein. Da sitzt auch Ingrid. Hoeh.... wo ist die haengen geblieben. Krank waren sie und Luca geworden. Beide in etwa bei Leon. Kein Wunder, denke ich und so schliessen wir den Abend mit den Erzaehlungen des Weges, wie ein jeder andere Abend auch.
1 Kommentar:
Hallo Pablo
Schaue immer wieder rein, damit ich weiss wo du ungefähr bist...
maps.google.com ist dabei eine grosse Hilfe! :-)
Viel Glück mit den Knieen und ich freue mich schon auf dein nächsten Blog-Eintrag!
Lg, Marjolein
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