Aufgestanden um 6.30. 3 Gipfeli zum Frühstück und auf den Weg. Ich stehe unter Strom und habe mir fest vorgenommen, die Schmach von einem Ruhetag innerhalb der ersten 2 Wochen wieder zu kompensieren. Will heute so weit wie möglich laufen. Somit auf direktem Weg zu den Beatushöhlen und dann ab vom offiziellen Weg direkt nach Thun, wo ich so gegen 13 Uhr ankommen mag. Ich komme vorbei an Merlingen, Guten und Hilterfingen. Eine traumhafte Gegend. Die Krönung: Es kommen mir praktisch nur Nissan Fahrzeuge entgegen. In einer Villa entdecke ich vor dem Eingang sogar einen Micra! Ich wusste es ... ! Bin halt doch noch sehr an dieses Unternehmen gebunden. Alles in allem war es eine schöne Zeit in einem richtigen und tollem Team. Die Leute, d.h. die Menschen da vermisse ich jetzt schon.
Ich erreiche Thun um etwas nach 13Uhr, gehe dann in die Kappelle von Scherzlingen. Die schönste Kappelle, die ich je gesehen habe, weil so altertümlich. Herrlich! Irgendwie habe ich das Gefühl diejenige von Quel (meiner Mutter Heimatdorf) zu betrügen. Komisches Gefühl, wieder bin ich zwischen Schweiz und Spanien gefühlsmässig hin und her gezogen. Wo gehöre ich hin? Wo sind meine Leute? Wer nicht mich auch als Mensch auf? Immer die gleichen Fragen...
Ich ziehe am Gros des Schweizer Militärs entlang Richtung Lerchenfeld und Uetendorf. Plötzlich summt es in meinem Kopf: " Stehst im Morgenrot daher..." Mir kommt eine Träne! Ich fühle mich doch wohl in der Schweiz, oder?
Es fängt zu regnen an. Also Kuh-Outfit wieder an und weiter! Ich komme mit dezimierten Kräften an einem Bauernhof nach dem anderen vorbei. Dann kommt es. Das schönste Dorf oder zumindest das am schönsten gelegen. Forst! Eine traumhafte Häuserreihe an einem kleinen Hügel. So schön! Mit Satelittenanschluss würde ich auf meine alten Tage sofort hierher ziehen wollen!
Dann endlich Wattenwil. Hier möchte ich mich für die Weiterreise am folgenden Tag erholen. Und so kommt mir das Universum entgegen (scheint wirklich so wie Hape schreibt zu sein). Ich finde ein B&B bei Fam. Messerli, die ein unglaublich liebvolles Zimmer mit eigener Dusche und WC für Pilger installiert hat. Super!
Mit letzter Kraft gehe ich dann humpelnd noch schnell in den örtlichen Coop. Migros scheint es in dieser Gegend sowieso keine zu haben. Ich kaufe was zu knabbern und futtere es gleich auf. Habe immer noch etwas Lust auf essen. So gehe ich zu einem Italiener und bestelle Spaghetti "Alio è olio". Che schifezza! Ein Italiener der die Spaghetti zu weich kocht. Ich bin sicher, seinem Vater würde er es nicht wagen, solche Nudeln zu servieren. Pfui!
Naja, bin müde und nicht auf Streit aus. Bin dann gegangen und habe ihm einfach gesagt, dass die Spaghetti zu weich sind und ich somit nur das Getränk zahle. Er akzeptiert. 30 min später bin ich im Bett und möchte Schäfchen zählen. Nein, keine Schäfchen bitte, zumindest nicht bis die letzte Affäre verdaut ist.
Freitag, 17. August 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen