Montag, 20. August 2007

19. August 2007: Gland - Genève

Nach einem Frühstück der Oberklasse für Pilgerverhältnisse mache ich mich auf den Weg. Wiedermal ohne Etappenziel. Prangins, Nyon, Céligny lasse ich schnell hinter mir. Kirchen sind hier keine geöffnet und so komme ich auch nicht zu meinen Stempeln. Es ist Sonntag und die T-infos haben auch zu. In Restaurants wird man angeschaut als könnte man nicht lesen. "Hunde müssen draussen bleiben". ICH BIN KEIN HUND, BIN EIN PILGER! Die Menschen hier gehen mir auf den Keks. Mehr als einmal hätte ich jemandem meinen Stock als unfreiwilige Kopfbedeckung gegeben. Dann kommt der Kanton Genf. Versoix. Keine wirkliche Verbesserung der Menschen. Eine Villa mit "Privé" jagt die andere. Ich kann jetzt denn Hass in mir auf solche Reiche richtig spüren. Eigentlich aber arme Menschen, die sich hinter Gittern und Zäune verstecken müssen, weil sonst ihnen möglicherweise etwas von ihrem Reichtum mit den Augen wegstehlen könnte.
Dann kommt Genf endlich. Wieder mal mehr als eine Etappe gemacht. Juhuuu! Zumindest bis in die Stadt rein. Habe wieder nicht vorzeitig organisiert und muss für ein versiftes Hotel 80CHF zahlen. Die T-Info hat hier auf. Aber wie ich hier schnell zu einer Accreditation du pélérin komme wissen die auch nicht. Interessieren sich ja nicht mal gross dafür, obschon ich der einzige "Kunde" weit und breit bin. Eine Scheissstadt! Bin ich froh, dass ich aus Zürich bin.

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