Samstag, 11. August 2007

8. August; Schwyz-Stans

Gemeinsam mit Brigitte gehe ich aus dem Haus. Es ist so knapp nach 8Uhr morgens. Markus ist schon wieder am arbeiten. Wir zwei gehen aber zuerst aber noch ein Frühstück einnehmen. Nicht ohne aber vorher beim Denner in Schwyz vorbeizugehen. Der macht schon um 6Uhr15 auf. Das muss man ja honorieren! So gehe ich also mit Proviant frühstücken. Bei Haug ist es wirklich schön, aber die Zeit drängt, denn schliesslich möchte ich noch nach Stans. Dafür muss ich aber zuerst nach Brunnen kommen. Meine Füsse und vorallem mein Knie tun schon ganz schön weh. So dass ich mehr humple als gehe. Nichts da, ich muss weiter. Plus ultra! In Brunnen bin ich dann eine Stunde später. Hey, nicht schlecht, oder? Dann mit dem Schiff nach Treib. Da ich mein Kuh-Outfit mit Stock habe, glaubt einer der Schiffleute ich hätte kein Ticket und muss es dann gleich genauer wissen. Naja, was solls. Nach Treib = 3 Häuser geht es Richtung Beckenried. 3Stunden lang geht es in einem Dschungel des Urnerlandes berghoch durch unwegsames Gelände. Ich hätte hier mal François mit Runningschuhen sehen wollen. Ich vertrample mich x-mal und fluche wie ein Rohrspatz. Hören wird mich hier bestimmt niemand. Und da das Fluchen auch Kraft kostet und nichts bringt, lasse ich es dann auch mal. Somit die erste Erkenntnis des Weges. Wut bringt dich voran, kostet aber viel Kraft. Fluchen kostet auch Kraft, bringt aber nur momentane Gemütslinderung aber keinen Meter weiter.
In Beckenried ziehe ich mich dann etwas wärmer an. Bin klitschnass vom Dauerregen und eigenen Schweiss! Ich esse 2 Bananen, 2 Quarks ein Sandwich und Cola! Was denn sonst! Dann geht es nach 20Min schon weiter nach Buochs. Ich komme an einem Postilon vorbei an der Strasse nach Seelisberg. Hier hatten wir vor dem Produkttraining NEW X-TRAIL einen Mittagsstopp gemacht. So klein ist die Welt! In Buochs hole ich mir einen Stempel ab und versuche zu beten. Es gelingt mir kaum ein Vaterunser. Schlimmer Katholik!
Irgendetwas treibt mich weiter voran. Meine Beine und Füsse können es fast nicht mehr sein, die sind nur noch Schmerzen. In Stans angekommen muss ich mir eine Bleibe suchen, weder die Apothekerin noch die Leute in einer Bar wissen wirklich wohin jemand mit beschränktem Budget gehen kann. Um 18Uhr ist auch kein Pfarrer und kein Tourismusoffice offen. Im ersten Hotel wollen sie 90CHF haben, im zweiten finde ich nicht mal die Reception. So beschliesse ich in Richtung Buochs zurück zu laufen, da gab es doch ein Motel. Auf dem Weg lächle ich zwei nette Damen in einem Haus an. Bla, bla, ja ich bin Pilger. 10 Min später erlöst mich dann Petra aus der Naturdusche und lädt mich zu sich ein. Eine leckere Pizza, nein Superlecker war die! Sandra, Petra und ich quatschen den ganzen Abend. Eine schöne Fügung! Ich bin total froh, die beiden getroffen zu haben, und die Kerze in Santiago ist Petra schon sicher. Mit der Heiligsprechung wird das etwas komplizierter! :-)

PS: Kann jemand mal Petrus Handy wählen und ihm sagen, dass er den Schweizer Wasserhahn im Bad vergessen hat! Danke!

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